Eine unvollständige* Chronik von Naziaktivitäten in Bochum

02.10.2010 André Zimmer versucht seine ehemalige Schule, die Hauptschule Preinsfeld, anzuzünden und mittels „Antifa-Schriftzügen“ den verdacht auf AntifaschistInnen zu lenken.

19.11.2010 Der jüdische Friedhof an der Bochumer Straße wird mit NS-Symbolen beschmiert, es werden Grabsteine um getreten und die Gedenktafel für die ehemalige Wattenscheider Synagoge in der Passage zum Brauhof, sowie die gläsernen Stelen für die Opfer des Holocaust am Nivellesplatz mit Hakenkreuzen beschmiert. Am selben Wochenende wurden ebenfalls sowohl Mahnmale für Bochumer Widerstandskämpfer auf dem Hauptfriedhof Freigrafendamm mit Farbe herab gewürdigt.

27.12.2010 Ein Antifaschist aus Bochum wird in seiner Nachbarschaft mit einem Flugblatt geoutet. Sowohl diese Aktion als auch eine „Outing-Seite“ im Internet ist dem ehemaligen JN/NPD-Aktivisten André Zimmer zuzurechnen. Nach dieser Aktion lauern André Zimmer, Markus Schumacher und ein weiterer Nazi dem Antifaschisten auf. Dieses Vorhaben bleibt jedoch erfolglos.

31.12.2010 Ein alternativer Jugendlicher wird von Faschisten an Silvester brutal zusammengeschlagen. In der gleichen Nacht wird André Zimmer mit einer Gaspistole von der Polizei aufgegriffen.

24.1.2011 Die Bochumer NPD-Aktivisten André Zimmer, Markus Schumacher und weitere Neo-Nazis aus Düsseldorf und Gelsenkirchen attackieren Linke nach einer Flugblatt Aktion der Nazis am Bochumer Hauptbahnhof. Zwei AntifaschistInnen müssen wegen leichter Verletzungen ambulant behandelt werden.

11.2.2011 Im Bermuda Dreieck werden alternative Jugendliche von dem „Autonomen Nationalisten“ Mario S. und einem seiner Kameraden angegriffen. Den Jugendlichen gelingt es allerdings die Angreifer abzuwehren.

12.3.2011 In Langendreer wird der Briefkasten einer vermeintlichen Antifa-Aktivistin in die Luft gesprengt. Hinter diesem Anschlag wird ein militanter Nazi-Bonehead aus Langendreer vermutet.

22.3.2011 Im Stadtteil Hamme tauchen Nazi-Schmiereien auf. Unter anderem wird eine AntifaschistIn mit dem Slogan „Wir kriegen dich!“ und „*** töten!“ bedroht. Auch das Soziale Zentrum wird in diesen Tagen Ziel einer Farbattacke seitens der Nazis.

* nach dem Willen von Betroffenen wurden bestimmte Vorfälle hier nicht genannt.